Doberaner Rennverein
von 1822 e.V.
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Doberaner Rennverein
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© Joachim Kloock
Aufgalopp! – zur Galopprennbahn
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Nur wenige Kilometer außerhalb Bad Doberans kurz vor Heiligendamm befindet sich die älteste Galopprennbahn Deutschlands. Bereits 1804 fanden hier auf freiem Feld die ersten Pferderennen der Badegesellschaft statt. Die Rückkehr des durch die napoleonische Besetzung erzwungenen Exils von Herzog Friedrich Franz I. im Jahre 1807 feierte das Volk mit Reitvorführungen in Reddelich bei Doberan. Galopprennbahn wird sie im Sommer 1822, als die Barone Gottlieb und Wilhelm von Biel zu Ehren der Erbgroßherzogin Alexandrine das erste Rennen mit Vollblutpferden auf der Doberaner Rennbahn nach festen Regeln auf freiem Feld organisierten. Es handelt sich damit wahrscheinlich um die ältesten klassischen Vollblut-Galopprennen auf dem europäischen Kontinent. Noch im gleichen Jahr erfolgte die Gründung des Doberaner Rennvereins, dessen Wappentier der englische Hengst „Highflyer“ wird und schon ein Jahr später veranstaltete man auf der neu errichteten Pferderennbahn nun alljährlich die unterschiedlichsten Rennen zu den Doberaner Renntagen. Der Gro&s zlig;herzog legte fest, dass der jeweils erste Renntag der 13. August zu sein hat und mit dem so genannten Bauernrennen für Pferde der Landbevölkerung beginnt. Seit 1826 gab es dann die „Friedrich-Franz-Rennen“ um die „Goldene Peitsche“, die mit nur wenigen Unterbrechungen bis 1936 stattfanden. Die 1828 errichtete Zuschauertribüne aus Holz wurde 1854 durch eine größere im Stil der Bäderarchitektur ersetzt und bot 400 Zuschauern Platz. |
Seit der Fertigstellung der Schmalspurstrecke 1886 mit Haltepunkt an der Rennbahn wurde nicht nur der Transport der Pferde wesentlich erleichtert, sondern auch die Anreise der immer größeren Anzahl an Zuschauern. Es wird erzählt, dass an den Doberaner Renntagen die Züge so voll waren, dass der Molli den Bahnhof nur schleichend verlassen konnte, Radfahrer ihn spielend überholt hatten und jeder froh war, wenn er den Haltepunkt Rennbahn erreicht hatte.
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Text (Auszug) aus dem Taschenbuch „Fahr'n fahr'n mit der Mollibahn“
Verlag Redieck & Schade GmbH, Friedhofsweg 44a, 18057 Rostock, Tel./Fax: 0381 27862














